Inzwischen liegen schon wieder so viele neue und intensive Eindruecke und Erlebnisse zwischen der Zeit in Kiev und unserem aktuellen Aufenthaltsort Iashi, dass es einigem angestrengtem Nachdenken bedarf, um den Bildern von vor einer Woche einen angemessenen Text zur Seite zu stellen...Ich werd mein bestes geben!
Der Abschied aus Moskau war kurz und schmerzlos, nach dem schnellen Abendessen mit Anna ging's ab in die Metro und zum Bahnhof, wo uns, trotz unserer sehr zeitigen Ankunft, bereits unser Zug erwartete. Eingestiegen und Betten gesucht und, voellig ueberraschend, auf deutsch angesprochen! 2 unserer Bettnachbarn wurden gerade von Mann bzw Vater verabschiedet und der sprach uns an, erkundigte sich nach unserem Ziel und wuenschte uns beim verlassen des Zuges weiterhin eine gute Reise. Das war, nach der doch eher rar gesaeten Freundlichkeit in Russland sehr erfrischend! Ausserdem waren die Mutter + Tochter sehr angenehme Schlafnachbarn – was auf so engem Raum nicht unerheblich ist...Nach diesem “Kennenlernen” hatten wir irgendwie das Gefuehl, “Verbuendete” an der Seite zu haben, was fuer den bevorstehenden Grenzuebergang beruhigend war. Kurz zusammengefasst – es lief alles gut, auch wenn der ukrainische Beamte so lange Andreas' Passbild mit ihm verglich, dass uns beiden schon ein wenig mulmig wurde auf unseren Pritschen um 3 Uhr morgens...
Soviel zur Anreise, jetzt aber mal zum Eindruck der Stadt selbst!
Bei bestem Morgen - Wetter angekommen konnten wir im Hostel (wenig Charakter, dafuer super Lage, sauber und gute Betten – sehr zweckmaessig also aber dafuer top) Sack und Pack abstellen, unser Zimmer war allerdings noch nicht fertig. Wie gesagt, super Wetter also nicht schlimm und raus dafuer!
Schon dieser erste Erkundungsgang hat uns den Eindruck vermittelt, in einer absolut angenehmen, schoenen Stadt angekommen zu sein. Ein Eindruck, der sich in den folgenden Tagen nur noch verfestigt hat.
Nach Moskau erschien uns Kiev ueberschaubar mit seinen niedrigen Haeusern, den schmalen Gassen und kleinen Plaetzten. Wir haben uns die Stadt erlaufen und bereits am zweiten Abend konnten wir quasi blind vom Restaurant nach Hause finden. Natuerlich haben wir nur laengst nicht alles gesehen und uns nur in einem bestimmten Radius bewegt. Trotzdem wuerde ich behaupten, dass die Stadt Kiev sich einem recht schnell erschliesst – was nicht heissen soll, dass sie sich schnell erschoepft!
Dafuer bietet die Stadt ein viel zu kontrastreiches Programm: so hatten wir auf dem Programm die Klosteranlage Lavra, die sowohl fuer Touris als auch fuer Glaeubige Pilgerstaette darstellt und am Nachmittag gab es ein wenig Sonnenbaden am Sandstrand im Hydropark, einem riesigen Freizeit-Areal auf einer Insel im Fluss Dnipro. Wir waren im Chornobel Museum, auf Maerkten, im Wald; haben landestypisch gegessen und wurden mit Geschenken von dort verabschiedet, haben neue Schuhe gekauft und die alten dort gelassen und haben irgendwann die Weiterfahrt in Angriff genommen und den Zug nach Odessa gebucht...
Am 27. August gegen 22 Uhr ging's weiter gen Sueden.
Abfahrt in Moskau mit der Bahn (14 Stunden)




















4 Kommentare:
Hallo Ihr lieben,
das sind ausgesprochen neidisch machende Fotos und Geschichten. Sehr schoen...weiter so.
Gruesse aus Buenos Aires,
Tom
Well well well......
Hallo Ihr beiden, schön wieder etwas von Euch zu sehen. Kiew scheint ja ein buntes südländischen Pflaster zu sein.
Zählt Ihr eigentlich noch die goldenen Kirchturmdächer, oder habt Ihr es schon aufgegeben?
Grüße aus dem Kehdinger Land
Ina
Hallo ihr zwei,
nur ganz kurz von mir: wann seid ihr voraussichtlich in Bukarest? Christian hat gesagt, ihr müsstet da vorbeikommen... Frage nur deshalb, weil ich von Sonntag Abend bis Mittwoch dort sein werde. Falls ihr also "in der Nähe" sein werdet, sagt Bescheid, vielleicht können wir uns treffen! Ansonsten keinen Stress, denn ich weiß auch nicht genau, wieviel zeit ich haben werde - also bitte nicht extra die Reise umplanen! Euch noch viel Spaß und bis bald! Thomas
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